Über mich
GESCHICHTEN BESTEHEN AUS MENSCHEN
Geschichte hat mich schon immer fasziniert. Nicht allein wegen großer Schlachten, Herrscher oder politischer Umwälzungen, sondern vor allem wegen der Menschen, die in diesen Zeiten lebten.
Wie fühlte es sich an, in einer Welt zu leben, deren Werte, Gewissheiten und Grenzen andere waren als unsere? Was bedeuteten Liebe und Treue, wenn Herkunft und Stand über das eigene Leben bestimmten? Wie weit ging Loyalität – und wann wurde aus Gehorsam Verrat an sich selbst?
Solche Fragen bilden den Ausgangspunkt meiner historischen Romane.
Ich wurde 1970 in Augsburg geboren – einer Stadt, in der Antike und Mittelalter bis heute ihre Spuren hinterlassen haben. Vielleicht ist es deshalb kein Zufall, dass gerade diese beiden Epochen zu den Schauplätzen meiner Geschichten wurden.
DER LÖWE DES KAISERS
2006 begann schließlich die Arbeit an meinem bis dahin umfangreichsten Projekt: „Der Löwe des Kaisers“.
Was zunächst als einzelner Roman geplant war, entwickelte sich während der Recherchen zu einer wesentlich größeren Geschichte um Kaiser Friedrich Barbarossa, Heinrich den Löwen und zwei Jungen, deren Schicksal mit dem Konflikt dieser mächtigen Männer verbunden wird.
Aus einem Roman wurden zwei:
„Der Löwe des Kaisers – Der Aufstieg“ erschien 2015,
„Der Löwe des Kaisers – Der Fall“ folgte 2018.
Doch damit war die Geschichte für mich noch nicht beendet.
Inzwischen arbeite ich am dritten Teil der Reihe, „Die Geißel von Sizilien“. Er führt in die Zeit Heinrichs VI. und nach Süditalien und Sizilien – in eine Welt, in der der Kampf um eine Krone auch die Loyalität meiner Figuren auf eine harte Probe stellen wird.

„Geschichte beginnt für mich dort,
wo aus Namen und Jahreszahlen
wieder Menschen werden.“
Cornelia Kempf
VON ROM NACH DAMASKUS
Bereits 1996 begann ich mit den Recherchen zu meinem ersten Roman „Morituri – Die Todgeweihten“. Die Geschichte um die junge Sklavin Anea und die Welt der römischen Gladiatoren führte mich tief in das Rom des ausgehenden 1. Jahrhunderts.
Das Manuskript wurde bei einem internationalen Autorenwettbewerb in Los Angeles ausgezeichnet und 2005 erstmals veröffentlicht.
Noch während dieser Zeit zog es mich in eine andere Epoche. Mit „Die Gärten von Damaskus“ wagte ich den Sprung ins Mittelalter und in die Welt der Kreuzzüge. Der Roman erschien 2006 und erreichte bei einem internationalen Autorenwettbewerb den dritten Platz.
Im selben Jahr verlieh mir die Stadt Königsbrunn den Kulturanerkennungspreis.
ZWISCHEN CODE UND GESCHICHTE
Das Schreiben ist allerdings nicht mein einziger Beruf. Hauptberuflich arbeite ich als IT-Spezialistin und Programmiererin – eine Welt, die auf den ersten Blick kaum weiter von mittelalterlichen Burgen, römischen Arenen oder den Gassen von Damaskus entfernt sein könnte.
Vielleicht ergänzen sich beide Seiten aber gerade deshalb so gut: Programmieren verlangt Logik, Struktur und Genauigkeit. Historische Romane brauchen all das ebenfalls – und zusätzlich die Freiheit, aus historischen Fakten eine lebendige Geschichte entstehen zu lassen.
Bei meinen Romanen ist mir historische Recherche wichtig. Doch ein Roman soll kein Geschichtsbuch sein.
Mein Ziel ist erreicht, wenn man beim Lesen für einige Stunden vergisst, dass zwischen unserer Zeit und der meiner Figuren viele Jahrhunderte liegen – und stattdessen mit ihnen liebt, hofft, zweifelt, kämpft und manchmal auch leidet.
Denn die Zeiten ändern sich. Menschen sehr viel weniger.